Was sind Ballastsäcke?

Nicht selten definiert sich ein Ballastsack erst im Moment seiner Anwendung, andere werden von vornherein für diese Funktion hergestellt. Zu den Bereichen, in denen Ballastsäcke benötigt werden, gehören u. a. der Hochwasserschutz (insbesondere bei Flusshochwasser), die Landwirtschaft (Silosäcke als Luftabschluss bzw. Schutz vor Gärsäuren), die Luftschiff- und Ballonfahrt (Höhenkontrolle), die Entwicklung von Verkehrsmitteln aller Art (z. B. für Testfahrten), Fahrerausbildungen (z. B. bei Übungsfahrten mit Anhänger), der Sport (z. B für die zusätzliche Sicherung von Zieltoren), Fotografie, Bühnenaufbau, Messebau, Energiegewinnung (Sicherung von Fotovoltaikanlagen), Gartengestaltung sowie das Campen. In den beiden letztgenannten Bereichen werden Ballastsäcke bspw. zur Stabilisierung von (mehrbeinigem) Pavillon-, Sonnenschutz- oder Zelt-Gestänge verwendet. Einer der rennomiertesten Produzenten von Ballastsäcken ist die Firma Relianz.

Quelle: https://www.relianz.ch/de/sandsaecke-ballastsaecke-pe.htm

Ballastsäcke für Pavillons
Ballastelemente für Pavillons gehören zu den Spezialanfertigungen und werden üblicherweise in 4er- oder 6er-Sets angeboten. Dabei besteht ein Element für ein Pavillon-Bein oftmals – nicht grundsätzlich – aus zwei zusammenhängenden Säcken, welche mit Klettverschluss-Riemen an dem Gestänge befestigt werden. Falls es sich bei Pavillon-Ballastsack-Elementen nicht um derartige Doppelkammern handeln sollte, weisen sie ebenfalls einen speziellen Zuschnitt auf, damit sie von zwei Seiten beschwerend an dem Gestänge befestigt werden können. Ob diese oder jene Art Element – sobald Füllmaterial in sämtliche Säcke hineingetan wurde, verhindern sie idealerweise das Verrutschen der Pavillon-Beine. Oftmals sich solche Säcke aus strapazierfähigem Polyester, manche haben noch eine zusätzliche Verstärkung aus einer anderen Stoffart. Neben den verschiedenen Modellen, die mit Sand, Kies oder Ähnlichem zu befüllen sind, gibt es auch Pavillon-Ballastsäcke für Wasserfüllungen. Mehr

Ballastsäcke für Fotoaufnahmen
Um Stative zu stabilisieren und Kameras standsicher und auch regengeschützt zu halten, werden ebenfalls vorgefertigte Hüllen verwendet. Viele Lichtstative gewinnen ihre Standkraft durch mindestens drei Gestänge rund um die Mittelstange, wobei sich die Stützen ggf. noch weiter verzweigen. Im Vergleich zu Pavillon-Beinen, die fast oder ganz vertikal ausgerichtet sind, bilden die Stützverzweigungen einen kleineren Winkel zur Horizontalen, sodass ihre Beschwerungshüllen einen anderen Schnitt aufweisen müssen. Im Handel zu finden sind Spezialsäcke in Taschenform, wobei auch hier ein Element aus zwei zu befüllenden, zusammenhängenden Stoffhüllen besteht. Ihr Material kann bspw. Nylon sein, ihr Füllmaterial Sand, und bei ihrer Nutzung werden derartige Satteltaschen einfach über eine oder mehrere der Stützzweige gelegt. Weitere bei Fotografen beliebte Beschwerungssäcke bzw. -säckchen sind die sogenannten Beanbags bzw. Bohnensäcke. Sie sorgen insbesondere bei Film- und Fotoausflügen, wo ein Stativ als Gepäckstück hinderlich wäre, für eine ausreichende Standfestigkeit der Kamera. Überdies bieten sie bei entsprechendem wasserabweisenden Stoff einen gewissen Nässeschutz für das empfindliche Fotogerät. Beanbags können je nach Form und Bedarf verwendet werden.

Hochwasserschutz
Sie sind die Retter in der Not – Sandsäcke zum Schutz gegen Hochwasser. Damit sie optimal wirken, sollten sie nach Empfehlungen der Hersteller verwendet werden, wozu in der Regel auch die Anweisung der Befüllung mit Sand und nicht mit Steinen gehört. Erfahrene Anwender weisen darauf hin, dass im Notfall die Zeit, die zur Befüllung und zum Wallbau gebraucht wird, nicht unterschätzt werden sollte. Doch immerhin kann (geschätzt) aus bspw. 32 Sandsäcken, die durchschnittlich je 20 kg wiegen, in weniger als einer Stunde ein 2 m langer und 0,4 m hoher Schutzwall gegen steigendes Wasser errichtet werden (wobei die Zeit zum Befüllen mit eingerechnet wurde).