Massage bei Gelenk- und Extremitätenbeschwerden

Hintergründe
Was ist ein Gelenk?
Ein Gelenk ist eine Verbindungsstelle zwischen zwei Knochen. Es gibt sowohl unbewegliche als auch halbbewegliche und bewegliche Gelenke. In beweglichen Gelenken sind beide Knochenenden von einer elastischen Knorpelschicht überzogen. Die gesamte Verbindungsstelle wird von einer flüssigkeitsgefüllten Gelenkkapsel umgeben, die ein Aneinanderreiben der Knochen verhindert.

Wie entstehen Gelenk- und Extremitätenbeschwerden?
Über- oder Fehlbelastungen können zu verschiedenen Krankheitsbildern an den Gelenken führen. Besonders häufig treten Entzündungsgeschehen sowie Verschleißerscheinungen (Arthrosen) auf. Oft sind davon die Knie, Hüften oder die Wirbelsäule betroffen.
Auch traumatische Belastungen durch Verletzungen (zum Beispiel Prellungen, Verrenkungen, Zerrungen, Verstauchungen) sowie einige Infektionserkrankungen (wie Borreliose, Hepatitis, Masern oder Grippe) sind mögliche Ursachen.
Beschwerden in den Extremitäten umfassen Schmerzen und anderweitige Symptome, wie zum Beispiel Taubheitsgefühle, “Kribbeln” (Parästhesien) und andere Empfindungsstörungen.
Die Ursachen für Schmerzen können zum Beispiel ein ungeeignetes Schuhwerk, stundenlanges Stehen, eine längerfristig ungünstige Sitzhaltung, orthopädische Problematiken (zum Beispiel unterschiedliche Beinlängen oder eine Fehlstellung des Beckens) oder Erkrankungen (zum Beispiel Ödeme) sein. Missempfindungen treten meistens infolge einer Nervenreizung auf. Sehr häufig liegt die Ursache dafür in der Wirbelsäule: Bandscheibenvorfälle, Spondylosen oder Verengungen der Zwischenwirbelspalte können dazu führen, dass Druck auf bestimmte Nerven ausgeübt wird, die sich in die Extremitäten fortsetzen. Natürlich sind Nervenkompressionen auch in anderen Körperregionen möglich (beispielsweise beim Karpaltunnelsyndrom).

Auch Nährstoffdefizite (zum Beispiel Vitamin-B12-Mangel), Durchblutungsstörungen (oftmals durch Arterienverkalkungen oder Herzerkrankungen) oder Krankheiten des Zentralnervensystems (zum Beispiel Multiple Skelerose) sind mögliche Auslöser für Parästhesien.

Massagen als Therapiemethode
Was bewirkt eine Massage?
Eine Massage bei Gelenk- und Extremitätenbeschwerden kann je nach genauem Krankheitsbild der Lösung von Verspannungen und Blockaden, der Verbesserung der Durchblutung, der Nervenstimulation, der lokalen Ankurbelung von Stoffwechselaktivitäten und dem Abtransport von Flüssigkeit dienen. Dadurch heilen zum Beispiel auch Entzündungen und Ödeme schneller ab. Die Teilkörpermassage der Gliedmaßen führt dadurch nicht nur zu einer Schmerzlinderung, sondern auch zu einer Verbesserung der Mobilität, Elastizität und Funktionstüchtigkeit sowie zu einer Beschleunigung des Heilungsverlaufs; bei chronischen Erkrankungen wird deren Voranschreiten in Bezug auf die Gelenk- oder Extremitätenbeschwerden verzögert. Selbstverständlich ersetzt die Massagetherapie nicht die Behandlung der Ursache, sondern dient als unterstützende Maßnahme. Bei Swissprävensana können Sie mehr über Gelenk- und Extremitätsbeschwerden lernen.

Welche Massagetechniken gibt es?
Eine Massage bei Gelenk- und Extremitätenbeschwerden umfasst spezielle, dem jeweiligen Krankheitsbild angepasste Griffe, Reize, Krafteinwirkungen und Bewegungen.
Neben der klassischen Ganz- und Teilkörpermassage gibt es viele Sonderformen: Während einer Akupressurmassage werden gerne Drehbewegungen eingesetzt, Thai Massagen arbeiten besonders intensiv mit Streck- und Dehnbewegungen. Akupressurmassagen beruhen auf der Stimulierung verschiedener Druckpunkte im menschlichen Körper. In der Osteopathie wird stehen die verschiedenen Gewebeschichten und Körperfaszien im Mittelpunkt. Eine Lymphdrainage fördert den Abfluss von Flüssigkeitsansammlungen und dadurch die Abheilung von Ödemen.
Die Fußreflexzonenmassage beruht auf der Annahme, dass die Fußsohlen über verschiedene Reflexzonen verfügen, die unterschiedliche Körperregionen und Organe wiederspiegeln. Durch die gezielte Stimulation bestimmter Reflexzonen soll die Durchblutung der damit in Zusammenhang stehenden Regionen gefördert und ihre Selbstheilungskräfte sollen angeregt werden.
Um die Wirksamkeit zu verbessern, werden die Massagen zum Beispiel mit Wärme (unter anderem “Hot-Stone-Massagen”), Kälte, Salben oder Ölen kombiniert.