Ernährungsberatung Ausbildung – ein Beruf mit Zukunft

In einer Zeit, in der die Menschen immer bewusster mit der Umwelt umgehen und immer mehr darauf achten, was Sie essen und woher diese Lebensmittel stammen, ist eine Ausbildung in Sachen Ernährungsberatung etwas, was zukunftsträchtig erscheint. Doch wie kann man einen solchen Beruf lernen? Welche Ausbildung empfiehlt sich, worauf muss man achten, wenn man sich mit dem Thema befasst?

Ausbildung Ernährungsberatung als Voraussetzung für die Abrechnung mit der Krankenversicherung

Wer in der Schweiz als Ernährungsberater als Leistungserbringer mit der Krankenversicherung abrechnen will, muss zwei Dinge erfüllen:

  • Einen Ausbildungsnachweis nach Art 50a KVV erbringen
  • Nach kantonalem Recht zugelassen sein (Art 46 KVV)

Der Ausbildungsnachweis kann über ein Diplom einer anerkannten Schule für Ernährungsberatung oder einen entsprechenden Bachelor-Abschluss und eine zweijährige praktische Tätigkeit bei einem zugelassenen Ernährungsberater, Spital, Arztpraxis oder einer Organisation für Ernährungsberatung erbracht werden.

Wer an einer anerkannten Fachhochschule in der Schweiz ein Bachelor-Studium in Ernährung und Diätetik abgeschlossen hat, darf den Titel „BSc in Ernährung und Diätetik“ tragen. Dies entspricht dem früheren Diplom-Ernährungsberater.

Ernährungsberatung kann manchmal sogar den Arzt ersparen

 

Studium zum Ernährungsberater

Wer sich für ein Studium zum Bachelor entscheidet, wird in der Regel ca. 2/3 mit dem theoretischen Studium an der Fachhochschule verbringen und 1/3 in Praxismodulen.

Die Theorie für den Ernährungsberater umfasst dabei:

  • Gesundheitsförderung und Prävention
  • Wissenschaftliches Arbeiten
  • Biochemie
  • Anatomie
  • Lebensmittelrecht / Lebensmitteltechnik
  • Ernährungstherapie
  • Psychologie
  • Methodik/Didaktik, Gesprächsführung
  • Medizin

Die Praxismodule finden üblicherweise statt in:

  • Praxen
  • Spitälern
  • Industrie
  • Gesundheitsförderung

 

Wann zahlen Krankenkassen für einen Ernährungsberater?

Aus Sicht der Krankenkassen ist die Ernährungsberatung wichtig für deren Patienten und wird vor allen Dingen eingesetzt bei:

  • Nierenerkrankungen
  • Verdauungsstörungen
  • Fehl- und Mangelernährung
  • Stoffwechselkrankheiten
  • Adipositas (bereits ab BMI von über 30) und deren Folgeerkrankungen
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Nahrungsmittelallergien

Jedes dritte Kind in der Schweiz leidet bereits unter Übergewicht. Auch in der Zukunft werden ausgebildete Ernährungsberater also ausreichend Beschäftigung haben. Die Schweizer Ernährungsstrategie will versuchen, mehr Bewusstsein in der Bevölkerung für gesunde Ernährung zu schaffen. Da haben ausgebildete Ernährungsberater einen festen Platz bei der Weiterbildung.

Fastfood sollte laut Ernährungsberatern nicht täglich auf dem Speiseplan stehen

 

Was macht man nach der Ernährungsberatung Ausbildung mit den Kunden?

Wer sich z.B. als Ernährungsberater selbstständig macht, wird häufig für Kunden einen Essensplan aufstellen und Speisepläne zusammenstellen, die dem jeweiligen Patienten weiterhelfen. Eine Aufklärung über die bisherigen Essgewohnheiten und die Konsequenzen gehört zu jeder Beratung mit dazu. Im Optimalfall gelingt es, davon zu überzeugen, dass eine Ernährungsumstellung ein Mehr an Gesundheit bringt und so auch zum eigenen Wohlbefinden beiträgt.

Mehrjährige Ausbildung empfiehlt sich

Die Ausbildung zum Ernährungsberater wird in der Schweiz von mehreren Schulen angeboten, darunter gibt es auch einwöchige Kurse, die allerdings nur einen groben Überblick verschaffen können. Erst mit einem mehrjährigen Bachelor-Studium oder einem längeren Zertifikatslehrgang hat man eine Chance, die Anerkennung der Krankenkassen zu bekommen.

Mittlerweile gibt es auch in der Schweiz mehrere Anbieter von Fernlehrgängen/Fernstudien in Sachen Ernährungsberatung.