Antitranspirante

Antitranspirante: Kleine Helfer im Kampf gegen Feuchtigkeit und Geruch
Schweiß gilt als natürliche Funktion des Körpers und soll helfen, diesen vor Überhitzung zu schützen. Doch wirklich gewünscht ist Schweiß dennoch nicht, schließlich geht er nicht nur mit Feuchtigkeit, sondern nicht selten auch mit schlechten Gerüchen einher. Wir versuchen daher alles, um die unerwünschten Auswirkungen vor allem unter den Armen einzudämmen. Mittel der Wahl sind Antitranspirante, die die Schweißproduktion eindämmen oder verhindern sollen.

So wirken Antitranspirante
Ein Antitranspirant wirkt nicht wie ein Deo, welches nur darauf abzielt, den Schweißgeruch mit einem starken Eigenduft zu überdecken. Das Antitranspirant soll die Schweißabsonderung mindern bzw. einschränken. Möglich wird das durch Aluminiumchlorid, das sich über die Poren legt und dafür sorgt, dass die Schweißdrüsen verengt werden. Das heißt, der Körper produziert noch Schweiß, er kann aber nicht austreten. Dies wiederum sendet ein Signal an die Schweißdrüse, die daraufhin weniger Flüssigkeit herstellt. Interessant ist an Antitranspiranten, dass sie zwar von der Haut abgewaschen werden können, dass sie aber eine Art Langzeitwirkung haben. Dafür müssen sie zuvor regelmäßig angewendet worden sein. Vereinfacht gesagt, merkt sich der Körper, dass er weniger Schweiß produzieren soll.
Damit sich die das Antitranspirant gut verteilen lässt, ist es meist mit einer Art Gel vermischt, unter welches auch noch ein Duftstoff gegeben wird. Damit entsteht allerdings ein Cocktail, der allergischer Haut oft nicht gut bekommt. Achten Sie daher auf Mittel für sensible Haut, wenn Sie wissen, dass Sie auf Kosmetika empfindlich reagieren.
Aluminiumsalze als Streitpunkt
Antitranspirante bestehen aus Wasser und einigen Wirkstoffen, die die Haut pflegen sollen, aus Duftstoffen und Aluminiumsalzen. Genau diese sind es aber, die für Kritik an Antitranspiranten sorgen. Aluminiumsalze stehen in dem Verdacht, krebserregend zu sein. Auch wenn es dafür noch keine wissenschaftlichen Beweise gibt, gehen die Experten doch stark von einer solchen Wirkung aus. Vor allem Frauen sind betroffen, denn bei ihnen soll sich das Risiko für eine Brustkrebserkrankung deutlich erhöhen. Bei erkrankten Frauen wurden in den Tumoren in der Nähe der Achselhöhe vermehrt Aluminiumablagerungen gefunden. Die Vermutung liegt nahe, dass diese aus den Antitranspiranten stammen, doch einen wirklichen Beweis gibt es nicht. Immerhin nehmen wir auch über die Nahrung und aus der Umwelt Aluminium auf. Dennoch sollte dieser Punkt im Hinterkopf bleiben, was vor allem für Jugendliche gilt, die erst anfangen, mit Antitranspiranten zu experimentieren.Das ist beim Kauf der Mittel wichtig
Ehe Sie sich für ein Antitranspirant entscheiden, sollten Sie die Hautverträglichkeit des gewünschten Produkts unter die Lupe nehmen. Schauen Sie sich die Zusammensetzung genau an. Reagiert Ihre Haut sehr empfindlich auf Alkohol, sollte das Mittel der Wahl möglichst keinen oder nur wenig Alkohol enthalten. Die einzelnen Bestandteile sind in der Reihenfolge ihrer Menge aufgelistet. Das heißt, je weiter vorn der einzelne Stoff steht, desto mehr ist davon enthalten. Die Hautverträglichkeit lässt sich auch testen. Nehmen Sie dafür die Armbeuge, denn dort ist die Haut sehr empfindlich. Tragen Sie etwas von dem Mittel auf – zeigen sich keine unangenehmen Wirkungen, kann das Produkt bedenkenlos verwendet werden.
Ein wichtiger Tipp zur Wirkung: Verzichten Sie der Gesundheit zuliebe auf Aluminiumsalze, müssen Sie damit rechnen, dass das Antitranspirant weniger stark wirkt. Tragen Sie es dann öfter auf.Ist ein Antitranspirant ein Deodorant?
Hierbei handelt es sich tatsächlich nicht um zwei verschiedene Begriffe für ein und dasselbe Produkt, sondern um zwei unterschiedliche Dinge. Während das Deo den Geruch hemmt, der beim Schwitzen entsteht, „arbeitet“ das Antitranspirant konkret an der Ursache des Geruchsproblems. Beim Schwitzen fühlen sich Bakterien auf der Haut pudelwohl und sorgen dafür, dass ein schlechter Geruch entsteht. Schwitzen wir nicht, kann es auch nicht zu Duftproblemen kommen. Das Deo überlagert in den meisten Fällen den Geruch nur, weil es selbst einen sehr starken Eigengeruch mitbringt. Sind allerdings bestimmte Inhaltsstoffe wie Silbercitrat oder Octenidinhydrochlorid enthalten, wird das Wachstum der Bakterien beeinflusst. Diese vermehren sich weniger stark, der Geruch, der insgesamt entsteht, wird weniger. Der Schweiß bleibt allerdings in der normalen Menge erhalten, feucht wird es damit unter den Achseln immer noch.